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Fahrzeugerhaltung, Dokumentation und Betriebsmuseum


Wiener Straßenbahnmuseum
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Das Wiener Straßenbahnmuseum

Die neue Zeit der Wiener Straßenbahn kann man täglich erleben: Niederflur-Großraumzüge mit Panoramaverglasung, elektronischen Steuerelementen, automatischer Türsteuerung, Signalanmeldung, Sprechfunk zur Zentrale und was die Technik sonst noch alles zu bieten hat. Wie die Tramway aussah, als es alles das noch nicht gab, als alles viel einfacher war, aber ein wesentlich größeres Streckennetz bedient wurde, sieht man erfreulicherweise auch noch: im Wiener Straßenbahnmuseum und bei Tramway-Sonderfahrten, deren Züge aussehen wie aus dem Bilderbuch von einst.


Es war Anfang der sechziger Jahre, als der damals junge Ingenieur Helmut Portele um die alten Wagen und die Schaffung eines Wiener Tramwaymuseums zu kämpfen begann. Es war keineswegs leicht, die Direktion der Wiener Verkehrsbetriebe von der kulturhistorischen und technikgeschichtlichen Aufgabe zu überzeugen, von hunderten sukzessive auszuscheidenden Wagen älterer Typen einige historisch und konstruktiv wertvolle vor dem Verschrottetwerden zu retten und sie für ein künftiges Museum auf unbenützten Remisengleisen abzustellen. Doch es gelang: Mit Zustimmung der Wiener Stadtwerke und des Kulturamts der Stadt Wien  machte sich Portele, zuerst allein, später mit einem kleinen Team ehrenamtlicher Mitarbeiter ans Werk.  

Und die frühe Umsicht lohnte sich: Die Sammlung „Wiener Tramwaymuseum“ konnte - nach sechsjähriger Aufbauarbeit - am 25. November 1972 öffentlich zugänglich gemacht werden und war bis 16. Februar 1986 in zwei Hallen des Betriebsbahnhofes Ottakring untergebracht, wo eine so gut wie vollständige Sammlung aller wichtiger Typen Wiener Stadtverkehrsmittel im Original zu besichtigen war: vom Tragsessel über Pferdestellwagen, Pferdebahnwagen, Dampftramwaylok und Dampftramwayanhänger aus dem vorigen Jahrhundert, Trieb- und Beiwagen von der Jahrhundertwende bis zum ersten Wiener Gelenktriebwagen aus 1957, Stadtbahnwagen aus 1925 und 1954 und die dem Fahrgast meist unbekannten Hilfsfahrzeuge. 

Bereits im Jahre 1976 wurde zwischen den Wiener Stadtwerken und dem inzwischen gegründeten Verein "Wiener Tramwaymuseum" ein Kauf- und Optionsvertrag über alle in der näheren Zukunft für die Sammlung zu erhaltenden Fahrzeuge der Wiener Verkehrsbetriebe abgeschlossen und damit 154 Fahrzeuge vertraglich gesichert werden. Davon gingen leider viele Wagen durch verschiedene Umstände verloren.  

Das Hauptproblem seit Gründung der Sammlung war der permanente Platzmangel in den Ausstellungshallen. Außerdem gibt es, bedingt durch die Entstehungsgeschichte der Sammlung, auch vier Eigentümer der Fahrzeuge: das  Österreichischen Eisenbahnmuseum der ÖBB mit drei Fahrzeugen und die privaten Vereine "Verband der Eisenbahnfreunde" (VEF) mit 12 Wagen und "Wiener Tramwaymuseum" (WTM) mit dem Großteil - nämlich 71 der 106  (96 Schienenfahrzeuge, 3 nicht-schienengebundene Hilfsfahrzeuge und 7 Autobusse) Ausstellungsfahrzeugen sowie die Wiener Verkehrsbetriebe mit 10 Schienenfahrzeugen, welche auch Eigentümer aller Busse sind.

Nach langwierigen Verhandlungen zwischen den Wiener Verkehrsbetrieben und den zu einer Betriebsgemeinschaft zusammengeschlossenen Vereinen WTM und VEF, konnte schließlich ein neues Übereinkommen für die Zusammenarbeit, den weiteren Ausbau der Sammlung in dem damals zur Auflassung bestimmten Betriebsbahnhof Erdberg und dem Einsatz von historischen Straßenbahnwagen bei Sonderfahrten für den Wien-Tourismus, abgeschlossen werden. 

Im Jahre 1986 übersiedelte dann die Sammlung vorerst in eine Halle des Betriebsbahnhofes Erdberg und wurde, unter der Leitung der Wiener Verkehrsbetriebe, als "Wiener Straßenbahnmuseum" am 31. Mai 1986 eröffnet. Schließlich konnte, nach Auflassung des Betriebsbahnhofes am 6. Jänner 1990, im Jahre 1992 die Ausstellung samt dazuhörendender Einrichtungen und Ersatzteillager auf das gesamte Areal der ehemaligen Straßenbahnremise ausgedehnt und am 13. Juni 1992 eröffnet werden.  


Damit war endlich
- 26 Jahre nach der Gründung der Sammlung „Wiener Tramwaymuseum“ - der würdige Rahmen mit genug Platz für eine der vollständigsten und interessantesten Sammlungen zur Geschichte der öffentlichen Verkehrsmittel einer Stadt geschaffen.

 

 


In vier Wagenhallen können auf einer Ausstellungsfläche von 7560 m2 derzeit 98 der insgesamt 109 Ausstellungsfahrzeuge - historische Straßenbahn- und Stadtbahnfahrzeuge, sowie historische Busse und schienenunabhängige Hilfsfahrzeuge - besichtigt werden.
  

 


Die Wagen sind mit Signalen und Zielschildern längst eingestellter Linien besteckt, und es wird beim Anblick der Garnituren so manche Erinnerung an vergangene Zeiten wach. 

Um die Fahrzeuge nicht nur zu sammeln, sondern sie auch in den Ausstellungszustand zu bringen, der die Entwicklung des Wagenbaues vom Ursprungszustand bis zum Letztzustand im Betrieb zeigt, und die vorgeschriebenen Wartungsarbeiten auch so regelmäßig vorzunehmen, dass die Ausstellungsfahrzeuge zu besonderen Anlässen, wie zum Beispiel der jährliche „Tramwaytag“ oder Jubiläumsveranstaltungen, das Museum verlassen dürfen, und zur Kontrolle der historischen Betriebsfahrzeuge, ist ein eigener, öffentlich nicht zugänglicher, Werkstättenbereich mit vier Gleisen vorhanden.  

Ergänzt wird die Fahrzeugsammlung durch Bilder, Schautafeln und Modelle aller nicht im Original erhaltener Fahrzeuge und Gegenstände, wie zum Beispiel ein Stück Unterleitungsschiene, welche ab dem Jahre 1901 auf Grund einer kaiserlichen Verfügung auf der Ringstraße und den angrenzenden Radialstraßen verlegt werden musste, da man durch die Oberleitungsdrähte eine Beeinträchtigung des Stadtbildes auf der Prachtstraße befürchtete. 

Außerdem gibt die Vorführung von Filmen und Tonbildschauen auf Fernsehmonitoren die Möglichkeit zur Vertiefung des technischen und zeitgeschichtlichen Wissens. 


Besuchen Sie das
Wiener Straßenbahnmuseum

in der Straßenbahnremise Erdberg der Wiener Linien
in Wien 3, Zugang "Ludwig-Koeßler-Platz",
Station "Schlachthausgasse" der U-Bahnlinie U3 und der Straßenbahnlinie 18. 



Geöffnet von 3. Mai bis 6. Oktober 2008
jeden Samstag, Sonntag und Feiertag
von 9 bis 16 Uhr.


Eintritt:  € 3,-


English Summery:

The "Wiener Tramwaymuseum", the largest one of its kind in the whole world, shows the development of public transport in Vienna, from horse drawn streetcar and steam tramway up to modern tram of today.

It was thanks to private initiative that these trams were saved from being scrapped and were revitalized by volunteers in extensive reconstruction work into their original condition.

Every profit made with tramway oldtimer special tours is exclusively dedicated to the renovation, repair and service works.

The "Wiener Tramwaymuseum" is located in the coach-house of Erdberg of the Vienna Public Transport ("Wiener Linien"), in the third district of Vienna, called "Wiener Straßenbahnmuseum",

entrance "Ludwig-Koeßler-Platz" near "Stadionbrücke".

Station "Schlachthausgasse" of Metro-Line U3 and Tram-Line 18.

Open on Saturdays, Sundays and Holidays
from 9 a.m. to 4 p.m. 
from 3th of May till 6th of October 2008.



Admission  € 3.-.
 


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Tel: +43-1- 786 03 03
Fax: +43-1- 98 24 124
E-Mail:
info@tram.at

 

 

WTM - Wiener Tramwaymuseum


 


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WTM -Wiener Tramwaymuseum
Tramway-Sonderfahrten
Post-Adresse: A-1150 Wien, Holochergasse 24
Tel: +43-1-786 03 03, Fax: +43-1-98 24 124
E-mail: info@tram.at
www.tram.at

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